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Im Rollstuhl – na und?!

Für Rolli-Fahrer ist ihre körperliche Einschränkung ein selbstverständlicher Teil ihres Lebens. Für die Umwelt ist der Rollstuhl oft befremdlich – viele haben Berührungsängste. Warum eigentlich? Ist der Rollstuhl das Problem? Oder eher die Unbeholfenheit der anderen und ein Umfeld, das nicht barrierefrei ist?

Der Mensch soll im Vordergrund stehen, nicht sein Rollstuhl

Das Ehepaar Iris und Volker Westermann sind zu Gast bei Moderatorin Heidrun Lieb. Beide Studiogäste sind Journalisten. Iris Westermann schreibt gerade ihre Doktorarbeit im Fach Germanistik und Volker Westermann ist immer wieder für seine Koch-Shows unterwegs. Beide Fahren gerne in den Urlaub. Außerdem haben sie letztes Jahr ein Haus gebaut, nach Westermann-DIN.

Das Ehepaar sitzt wegen ihrer Glasknochenkrankheit im Rollstuhl. Und das ist für sie ganz normal – wie sollte es auch sonst sein? Nur ist es eben oft für ihr Umfeld nicht normal.

Ihre Geschichte steht für ein glückliches und weitreichend unabhängiges Leben trotz oder vielleicht gerade mit ihrem Rolli, wie sie liebevoll sagen. Beide sind sich allerdings bewusst, dass es Rollstuhlfahrer gibt, für die der Alltag eine Herausforderung ist, die mehr Hilfe brauchen, die kämpfen müssen. Und diesen raten sie, ihre Stimme zu heben und mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu treten. Denn sie sagen klar, es hilft dir keiner, wenn du nicht darum bittest. Und sie haben die Erfahrung gemacht, dass ihnen in 99,9% der Fälle gerne geholfen wird.

Behinderung und mitten im Leben – Warum sollte sich das ausschließen?!

In ihrer Doktorarbeit untersucht Iris Westermann die Rolle von Behinderten in Film und Fernsehen und kritisiert, dass schon in den Medien eine Behinderung im Kontrast zu Lebenslust und –Freude dargestellt wird. Im Alltag wünscht sie sich zum Beispiel, dass schon Eltern ihren Kindern erklären, warum Menschen im Rollstuhl sitzen und sie nicht einfach weg ziehen. Denn Unkenntnis, so sagt Frau Westermann, ruft Angst hervor.

Unzureichende Integration von Behinderten

Westermanns wünschen sich, dass Menschen mit Behinderung besser in die Gesellschaft und in die Wirtschaft integriert werden. Durch ihre Öffentlichkeitsarbeit wollen sie signalisieren, dass der Umgang mit Behinderung noch weiter gelernt werden muss.

Gäste:
Ehepaar Iris und Volker Westermann,
haben die „Glasknochenkrankheit“ und sitzen seit ihrer Kindheit im Rollstuhl

Autorin / Redaktion: Juliane Eva Eberwein / Bettina Ditzen

Link zum Thema:
http://www.volkerwestermann.de/

2 Kommentare zu “Im Rollstuhl – na und?!

  1. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag! Ich finde es klasse, wie die beiden mit ihrem Schicksal umgehen und positiv bleiben. Mein Mann sitzt nach einem Unfall vorerst im Rollstuhl. Daher haben wir auch einen Rollstuhlfahrt-Dienst beauftragt, damit er so gut wie möglich mobil bleibt.

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