„Im Alter die Seelsorge nicht aus den Augen verlieren.“

Unsere Gesellschaft verändert sich und wird älter. Für die Gemeinden in Württemberg stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, wie der Bedarf an Seelsorge auch in Zukunft gedeckt werden kann. Der Aufbau einer umfassenden Struktur mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern könnte ein Lösungsansatz sein. Pfarrer Joachim Rückle vom Diakonischen Werk Württemberg spricht im Interview über das Projekt „Seelsorge im Alter“ und macht gleichzeitig klar, dass die steigende Zahl an Rentnern auch eine Chance für die Gemeinden sein kann.

 

www.seelsorge-im-alter.de

Ein Kommentar zu “„Im Alter die Seelsorge nicht aus den Augen verlieren.“

  1. Herr Rimmele, Herr Dr.Rückle,
    ich habe mit Interesse dieses Interview gehört. Die Notwendigkeit von Seelsorge an alten Menschen wird niemand bestreiten – ich bin schon seit einiger Zeit damit beschäftigt, zu überlegen, wie es in meiner Heimatgemeinde funktionieren könnte. Es scheitert:
    * an den Ressourcen der Pfarrer/Pfarrerinnen,manchmal auch am Willen.
    Zum Beispiel habe ich angeregt, das Angebot der EAEW für eine Beratung
    anzunehmen. – Antwort: Erst will man die Visitation hinter sich bringen.
    Also es gibt immer Wichtigeres zu tun.
    Nach meiner Vorstellung müsste es eine Vernetzung geben, zwischen
    Kirchengemeinde, Diakonie und anderen Organisationen. (Vereine usw.
    Oekumene), denn in der Regel sind deren Mitglieder ja auch
    Kirchenmitglieder. Schon die Einbindung von Besuchsdienst, Gemeinde-
    briefausträgerInnen und Fahrdienste für die Tagespflege stößt auf
    Ablehnung.
    * an den Finanzen, denn hauptamtliche Diakone/Diakoninnen -vielleicht
    auf Dekanatsebene- für die Gewinnung und Fortbildung von
    Ehrenamtlichen anzustellen, kostet eben.

    Theoretische Überlegungen, runde Tische gibt es zu Hauf – aber es fehlt an der Durchführung der Erkenntnisse!
    Ich bin ja Diakonin und ich wurde gefragt, ob ich das in unserer Gemeinde ehrenamtlich übernehmen könnte. Gerne würde ich mein Wissen, meine Erfahrung einbringen, aber die Verantwortung für ein solches Projekt kann und will ich nicht tragen.
    Und je länger das Ganze geht, desto älter werde ich (ich bin 71) und je mehr verliere ich die Hoffnung, dass etwas geschieht.
    Um es mit einem Zitat (ich glaube es ist von Bodelschwingh) zu sagen: „Tut was, sie sterben sonst drüber“
    Freundliche Grüße
    Ruth Dittus

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