Gloria – Gottesdienst aus Göppingen

Weil Beten nicht umsonst ist

Wir zeigen Ihnen einen Gottesdienst aus der evangelischen Oberhofenkirche in Göppingen. Die Oberhofenkirche ist das älteste Bauwerk der Stadt. Ihr Grundstein wurde 1436 gelegt. Den Gottesdienst leitet Rolf Ulmer, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Göppingen. Er betont: „Gott hört unser Gebet, aber er ist kein Wunscherfüllungsautomat.“ Im Predigttext vergleicht Jesus das Gebet mit jemandem, der seinen Freund mitten in der Nacht um etwas zu essen bittet. Jesus erklärt: Wenn der eine Freund dem anderen schon nicht aushilft, weil sie Freunde sind, dann doch wenigstens, weil ihm der Bittsteller zu nachtschlafender Zeit auf die Nerven geht. Soll heißen: Gebet ist nicht umsonst, und Gott mit seinen Bitten auf die Nerven zu gehen, ist völlig in Ordnung.

Beten heißt: Gott den Sack vor die Füße werfen

„Bittet, so wird euch gegeben“, verspricht Jesus. „Aber klingt das nicht zu einfach, um es auszuprobieren?“, fragt Rolf Ulmer. Da zögern wir doch, das so ganz wörtlich zu nehmen. Schließlich ist Gott kein virtueller persönlicher Assistent. Und wir zögern, weil wir neben erfüllten Wünschen auch das andere kennen: Gott hat unsere Bitte nicht erhört. Warum dann also beten? Weil Gebet zuerst der Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu Gott ist. Deshalb konnte Martin Luther sagen: „Beten heißt, Gott den Sack vor die Füße zu werfen.“ Beim Beten geht es um die Verbindung zu Gott und um die Gewissheit, in der Hand eines Größeren zu stehen. „Wir können uns darauf verlassen, dass uns da einer hört, dem wir wichtig sind“, ist sich Rolf Ulmer sicher.

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