Backnanger Schüler packen bei Minigolf-Renovierung mit an

Minigolf-Bahn restaurieren statt pauken

Statt Mathe, Deutsch und Englisch steht tatkräftiges Anpacken auf dem Stundenplan. Die Schüler der 7. und 8. Klasse der Gemeinschaftsschule in der Taus in Backnang renovieren die Minigolf-Anlage im Pfarrgarten der Matthäusgemeinde.

Die Minigolfbahn wurde Ende der Siebziger gebaut. Zwischenzeitlich war der Pfarrgarten völlig zu gewuchert, die Bahn nicht mehr bespielbar. Das brachte den Pfarrer der evangelischen Gemeinde, Hans Peter Weiß-Trautwein, auf eine Idee. Da er als Religionslehrer in der Gemeinschaftsschule arbeitet, schlug er vor, gemeinsam mit den Schülern die Minigolfbahn zu sanieren. Im Lehrerkollegium fand die Idee Anklang und wurde als „Kooperatives Berufsorientierungs-Projekt (KooBo)“ beim Ministerium für Kultus und Sport vorgeschlagen.

Kooperative Berufsorientierung

„KooBo“ ist ein Projekt zur Förderung der beruflichen Orientierung. Die Schüler arbeiten mit Betrieben aus Handwerk und Wirtschaft zusammen. Die Betriebe kommen zum jeweiligen Einsatzort, leiten dort die Schüler an und helfen ihnen bei der Umsetzung. So lernen die Schüler innerhalb eines Schuljahres verschiedene Berufsbereiche kennen und entdecken mögliche Ausbildungsplätze für sich. Gleichzeitig profitieren die Firmen davon, denn sie können mögliche Auszubildende für ihren Betrieb gewinnen.

Heute müssen die Bahnen mit Harz bearbeitet werden

Unter Anleitung des Poliers Thomas Schwarz lernen die Schüler heute, wie die Bahnen geglättet werden, damit später eine einheitliche Oberfläche entsteht. Dabei müssen die Schüler kräftig mit anpacken. Da das Harz sehr schnell eintrocknet, ist Schnelligkeit gefragt. Mit kleinen Rollen unterstützen die sieben Schüler die Fachmänner. Anschließend muss die Oberfläche noch mit Sand abgestreut werden.

Ein Projekt mit Langzweitwirkung

Im Herbst 2017 soll die Minigolfanlage im Backnanger Pfarrgarten fertiggestellt sein. Doch dann ist die Arbeit der Gemeinschaftschule noch lange nicht vorbei. Angedacht ist, dass die Schüler der nächsten Klassenstufen dann die Bahn wirtschaftlich betreiben. Den Verleih selbst organisieren, die Bahn pflegen und eventuell auch Kuchen verkaufen.

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