Wohngemeinschaft statt Behindertenheim

Wohngemeinschaft in Kuchen

Die Diakonie Stetten hat eine Wohngemeinschaft mit fünf Plätzen für Menschen mit Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf eröffnet. In einem Wohnhaus in Kuchen im Landkreis Göppingen können junge Erwachsene mit geistiger Behinderung zwischen 18 und 30 Jahren ein neues Zuhause finden. Eines, das speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
Philipp Kurfess wohnte vorher noch bei seinen Eltern. Umso größer war für ihn die Freude, mit dem Umzug in die WG einen großen Schritt in Richtung Selbständigkeit machen zu können. Leonie Rose ermöglichte das Projekt sogar den Weg aus dem Wohnheim heraus. Die kleinen Gruppen von Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglichen eine individuelle Betreuung. Es bleibt genug Zeit, um auf die jeweiligen Bedürfnisse direkt eingehen zu können.

Selbstbestimmung und Teilhabe

In dieser WG zu wohnen bedeutet für Philipp Kurfess und Leonie Rose, ihren Alltag aktiv mitzugestalten und mitbestimmen zu können. Mitten im Ortskern von Kuchen wird daran gearbeitet, Barrieren abzuschaffen und Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein Leben ohne Entmündigung oder Ausgrenzung aus der Gesellschaft.
Grundlage für diesen Wandel ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Das Übereinkommen fordert Inklusion, also die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Inklusion ist ein Menschenrecht.

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